Französische Bulldogge Loona Französische Bulldogge Loona

Vor fast drei Jahren sah ich Loona im Vermittlungsthread eines Forums für Französische Bulldoggen.

Wir lernten sie kennen und bekamen den Zuschlag. Allzu viel konnte man über sie nicht sagen, nur dass sie vom Tierschutz in sehr schlechtem Zustand übernommen wurde, sie vier Jahre alt sei und ganz offensichtlich mehrmals Welpen zur Welt gebracht hat.

Sie war mit einer akuten Magen-und Speiseröhrenentzündung bereits in einer Klinik gewesen. Ihr Gewicht war mit 7 Kilo weit unter dem Normalgewicht.

Sicher sei, dass ihr Gaumensegel zu lang sei, denn sie würde spucken.

Wir bekamen Loona und stellten fest, dass sie wirklich kaum Luft bekam und solche Mengen von Schleim ausspuckte, dass sie von einem Elefanten kommen könnten.

Nachdem ihr Magen sich erholt hatte, ließen wir sie in einer Klinik operieren. Das Gaumensegel wurde gekürzt und auch an den Stimmtaschen wurde etwas weggenommen. Dabei wurde festgestellt, dass ihr Kehlkopf vollkommen verkalkt war. Auch ihre Nasenflügel wurden amputiert.

Eigentlich hätte sie auch noch kastriert werden müssen und vor allem ihr Magen hätte gerichtet werden müssen. Dieser hatte sich durch den vierjährigen extremen Unterdruck beim Einatmen schon teilweise in den Brustraum gezogen (Magenhernie). Aber alles auf einmal war mir zu viel.

Leider schwoll Loonas Hals nach der OP so sehr an, dass ein Luftröhrenschnitt nötig wurde.

Damit begann die Quälerei. Auch die Luftröhre ist so verkalkt, dass sie nicht mehr von alleine zuwuchs. Sie musste zweimal genäht werden, weil auch die Nähte nicht hielten. Nach 10 langen Tagen voller Sorgen kam sie wieder nach Hause.

Das ist nun über zwei Jahre her und es sieht jetzt so aus:

Loonas Gaumensegel ist wieder nachgewachsen. Sie wurde nicht kastriert und auch mit der Magenhernie muss sie weiterleben. Eine weitere OP und damit ein evtl. Luftröhrenschnitt wird sie nicht überleben.

Sie spuckt noch immer in manchen Zeiten sehr viel Schleim (vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit) und auch das Futter kommt oft am falschen Ende wieder retour, da ihr Mageneingang nicht mehr richtig schließt. Ständig ist sie zudem erkältet, da ihre Bronchien extrem anfällig sind und jede Bakterie aufschnappen. Das bedeutet so manche Nacht vor dem Inhalationsgerät.

Fazit ist: Hätte die Vorbesitzerin nicht nur den schnellen Profit gesehen, den ihr die Welpen bringen, und hätte sie Loona als jungen Hund Nase und Gaumensegel machen lassen, dann hätte sie heute eine zehnmal bessere Lebensqualität. Denn eigentlich ist sie ein extrem aktiver Hund, der durch Atemnot ausgebremst wird.

Auch Loona ist ein Hund ohne Papiere und stammt wahrscheinlich ebenso von einem skrupellosen Vermehrer.

Trotz aller Strapazen freuen wir uns auf den Sommer, weil es Loona dann meistens gut geht und sie richtig aufblüht. Auch zweistündige Spaziergänge sind dann möglich.

 

Loona ging es in letzter Zeit immer schlechter, wir machten uns auf das Schlimmste gefasst.
Nun hat sie uns am Samstag den 12.05.2012 die Entscheidung aus der Hand genommen.
Nach einer kleinen Runde um den Block und einem weiteren Nickerchen erlitt sie einen Schlaganfall .
Sie starb ruhig und laut schnarchend durch die Hilfe ihres von ihr heiß und innig geliebten Tierarztes in meinen Armen.
Sie wurde nicht ganz acht Jahre alt und bereicherte unser Leben fast vier Jahre lang.

Petra D.

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